Montag, 4. Februar 2019

Notizen Februar 2019


François Mauriac (1885 - 1970)

Le Désert de l'amour (1925)

Nachdem mich Mauriacs Natterngezücht (1932) bei meiner Bekanntschaft mit dem Roman im Jahre 2006 begeistert hat, habe ich mich jetzt seinem bekanntesten Werk zugewendet - und auch dieser Roman hat mich schnell in seinen Bann gezogen...wenn er auch - aus dem Blickwinkel des 21. Jahrhunderts betrachtet - mehr altmodisch anmutende Elemente enthält, die uns heute schon fern erschienen. 

Trotzdem enthält er so viel "zeitlos-menschliches", das die Lektüre lohnt.


Aldous Huxley (1894 - 1963)

Point Counter Point (1928)


...begonnen - großartig...zynisch und dabei sehr unterhaltsam.



Ludovico Ariosto (1474 - 1533)

Der rasende Roland - Orlando furioso (1516)


...parallel zur Einöde der Liebe begonnen...ich war mir des schillernden, tw. absurden Charakters dieses sehr komplexen Versepos nicht bewusst...500 Jahre alt und sehr unterhaltsam...dann abgebrochen











Domenico Scarlatti (1685 - 1757)

Fandango

z.B.: https://m.youtube.com/watch?v=VHRdFILo_Yw






Simon Le Duc (1742-1777)

Symphonie Nº 2 D Dur


1. Moderato: https://www.youtube.com/watch?v=yuPpdv8LWEI
2. Andante: https://www.youtube.com/watch?v=dwTJgQTJMsY
3. Presto ma non troppo: https://www.youtube.com/watch?v=ewvuLM2rYVU

In Wien hört man sehr selten Musik der Klassik, die nicht der Wiener Klassik angehört - wie z.B. aus Frankreich - schade.


Tomaso Albinoni (1681 - 1751)

Adagio in G Minor

 z.B.:

 
GF Haendel (1785 - 1759)

Sarabande

z.B.: https://m.youtube.com/watch?v=klPZIGQcrHA


Arcangelo Corelli (1653 - 1713)

La Follia

z.B.: https://m.youtube.com/watch?v=VHRdFILo_Yw 





Dienstag, 1. Januar 2019


Notizen Jänner 2019


2018 habe ich folgende Bücher gelesen:


  • Roger Martin du Gard / Les Thibaults - Epilog (nach so vielen Monaten beendet...hat mich in einer sehr nachdenklichen Stimmung zurückgelasen...in jedem Fall großartig, mein Favorit des Jahres 2018
  • Marion Poschmann / Die Kieferninseln
  • Emile Zola / Nana
  • Jay McInerney / Bright Lights, Big City
  • Zadie Smith / Swing Time
  • Tom Reiss / Der schwarze General - begonnen...und nach ca 30 Seiten weggelegt
  • George Orwell / Coming Up for Air 
  • Joseph von Eichendorff / Ahnung und Gegenwart - nach 10 Seiten erst bemerkt, dass ich den Roman in meiner Jugend gelesen habe...danach bald weggelegt, da Orwell mich gefesselt hat...
  • Interviews with Francis Bacon / David Sylvester
  • Ernst Theodor Amadeus Hoffmann / Die Elixiere des Teufels 
  • Bruder und Schwester Lenobel / nach wenigen Kapiteln wieder zurückgelegt...ich konnte dem Erzählduktus einfach nicht folgen
  • Prosper Mérimée / La Double Méprise (Der doppelte Irrtum)
  • Thomas Mann / Der Zauberberg


Thomas Mann (1875 - 1955)

Der Zauberberg (1924)

...abgeschlossen - es gibt zu diesem Buch so viel zusagen...dass ich an dieser Stelle gar nichts mehr darüber sagen werde. Der Roman ist und bleibt einer der 4 Romane, die ich unbegrenzt oft, immer wieder, lesen würde und tatsächlich lese. Neben "Hesperus", "Die Falschmünzer" und "Der Weg ins Freie"...


Bildergebnis für illuminations novel 2018 o hagan
Andrew O'Hagan (*1968)

The Illuminations (2015) 
...begonnen...ein wunderbares Buch - nicht viele Bücher des jungen 21.Jahrhunderts haben mich so beeindruckt.
Ich weiß noch nicht was genau neben der wunderbaren Sprache mich so gefesselt hat, teilweise die Gegenüberstellung von verzerrten Weltansichten ganz verschiedener Persönlichkeiten...einfach fesselnd und höchst empfehlenswert.


Adalbert Stifter (1805 - 1868)

Bunte Steine (1853) 
...parallel dazu begonnen...pure Langeweile. Die erste Geschichte, "Granit" ist äußerst knapp an Handlung und wirklich ermüdend, da sich die Einleitung mit Beschreibung von Land und Leuten über mehr als die ersten zwei Drittel des Textes ersteckt...bis endlich die eigentlich erzählte Geschichte beginnt.
Die zweite Geschichte ist ebenfalls an Handlung äußerst knappe, altbacken moralisierende Erzählung, die als Vorwand für die breite Darstellung von Land und Leuten herhalten muss. Erst die dritte Erzählung, "Turmalin" verdient diese Bezeichnung bis zu einem gewissen Grad, wirkt aber in ihrer Belanglosikeit fast kafkaesk.
Es wurde viel über das neuartig - realistische bei Stifter geschrieben...für meinen Geschmack handelt es sich eher um verniedlichende Biedermeier-Miniaturen, die in ihrer Belanglosigkeit an Nihilismus grenzen - wäre da nicht immer wieder eine kleinbürgerlich-moralisierende Komponente.
Und diese unglaubliche Häufung an Verkleinerungsformen, diese zwanghaft Verniedlichung..."Pfeifchen, Bänkchen, Fäßchen, Höschen, Füßchen, Jäckchen, ..." 

Wer Bilder von Waldmüller mag, der wird die Bilder, die Stifter vor dem Leser verbal aufhäuft auch mögen - realistisch ist m.E. daran nichts.

Persönlich schätze ich auch entschleunigende, "meditativ langsame" Literatur, aber nicht um den Preis dieser an Infantilität grenzenden moralisierenden Folklore.

Nicht zu Unrecht ist die Erzählung "Bergkristall" die einzige, die ihren Platz in userem literarischen Gedächtnis gefunden hat...nach der - in diesem Fall im Rahmen des Erträglichen bleibenden - ausführlichen Beschreibung von Geographie, Geologie und Demographie schwenkt Stifter bei der Genealogie der Familie, deren Kinder die menschliche Hauptrolle spielen (neben Land und Leuten als eigentlichem Fokuspunkt der Erzählung), ein, und erzählt die Geschichte der verirrten Kinder - da das Ereignis mit der Weihnachtsnacht zusammenfällt, schlägt dem traditionsverbundenen Mitteleuropäer das Herz höher - an der Grenze zum Kitsch, trotzdem stimmig und - im Unterschied zu den 3 ersten Erzählungen der Sammlung auch heute noch lesbar.


Außerdem denke ich in letzer Zeit immer wieder an Gottfried Kellers (1819 - 1890) "Grünen Heinrich" (1855/1879)...einen Roman, den ich im Alter von 17 Jahren gelesen habe und an den ich mich seither nur im Zusammenhang mit dem Lobpreis eines Realismus erinnert habe, den ich ablehne  - sowie im Zusammenhang mit dem Motiv der Mutter, die einsam stirbt während der Sohn in die Ferne gezogen ist - eine Parallele zu meinem Leben...da das Werk sehr langatmig und ermüdend zu lesen ist, werde ich es vielleicht in Form eines Hörbuchs "konsumieren".



Robert Brandom (*1950) on AI & Analytic Pragmatism with Pirmin Stekeler-Weithofer (1952) (2005)

https://www.youtube.com/watch?v=Vd2L_rvG7t8&t=3s



Johann Christian Bach (1735 - 1782)

Alessandro nell'Indie, W.G 3 (1762)z.B.: https://www.youtube.com/watch?v=JR-yV9MfgVE
Zum Libretto von Metastasio: https://de.wikipedia.org/wiki/Alessandro_nell%E2%80%99Indie
...inklusive der beinahe 80 (!) Vertonungen...


Félicien-César David (1810 - 1876)

Le Soir
 z.B.: https://www.youtube.com/watch?v=YLKQ4fzT13c



Alessandro Piccinini (1566 - 1638)

Aria di sarabanda in varie partite für Laute
 

Leider keine öffentliche Aufanahme in besserer Tonqualität vorhanden: https://www.youtube.com/watch?v=xGLThzXK1Ak

Freitag, 14. Dezember 2018

Notizen Dezember 2018


Thomas Mann (1875 - 1955)

Der Zauberberg (1924)

...weiterhin, aktuell im Kapitel angelangt...manche Abschnitte scheinen schon etwas langatmig, aber immer wieder sind einfach wunderbare Passagen darin, wie die Darstellung der riskanten Skitour


"Er freute sich seiner Errungenschaft, vor welcher die Unzugänglichkeit sich auftat und Hindernisse fast zunichte wurden.
Sie umgab ihn mit erwünschter Einsamkeit, der erdenklich tiefsten sogar, einer Einsamkeit, die das Herz mit Empfindungen des menschlich Wildfremden und Kritischen berührte."



Bildergebnis für illuminations novel 2018 o hagan
Andrew O'Hagan (*1968)

The Illuminations (2015) 
hat mein Interesse erregt...vielleicht das nächste Werk nach dem Zauberberg?



Aktuell höre ich viele kleine Klavierstücke - speziell aus Bachs "Notenbüchlein für Anna Magdalena" 

Johann Sebastion (1685 - 1750)

Musette in D major, BWV Anh 126

Air in F major, BWV Anh 131

Menuet - Composer unknown BWV Anh. 116

BWV Anh. 115 - Minuet in G minor

March in G Major by Johann Sebastian (?) Bach, BWV Anh. 124

Solo per il Cembalo in E-flat Major, BWV Anh. 129

March in E-flat major, BWV Anh 127

Banderine, Suite Nr. 2 in H-Moll




François Couperin (1668 – 1733)

Rondeau (Les Bergeries) - für Klavier, BWV Anh. 183

Les Barricades Mystérieuses  (1717)
Aus den "Ordre 6ème de clavecin" in B-Dur

Freitag, 9. November 2018

Notizen November 2018


Thomas Mann (1875 - 1955)


Bildergebnis für mann der zauberberg 

Der Zauberberg (1924)

Schon vor 30 Jahren beeindruckte mich dieses Buch wie kaum ein anderes der deutschsprachigen Literatur...aber heute noch mehr. Vielleicht liegt das daran, dass ich jetzt ungefähr in dem Alter bin, in dem Thomas Mann dieses Buch geschrieben hat...


»Ja, die Zeit ist ein rätselhaftes Ding, es hat eine schwer klarzustellende Bewandtnis mit ihr!«
 »Sie kennen den Trick, in der Sklaverei Ihren Stolz zu bewahren. Ein verwirrender Trick. Nicht jedermann in Europa versteht sich darauf.«
 »Siehst du nicht ganz gern einen Sarg? Ich sehe ganz gern mal einen. Ich finde, ein Sarg ist ein geradezu schönes Möbel, schon wenn er leer ist, aber wenn jemand darin liegt, dann ist es direkt feierlich in meinen Augen.«

»Begräbnisse haben so etwas Erbauliches, - ich habe schon manchmal gedacht, man sollte, statt in die Kirche, zu einem Begräbnis gehen, wenn man sich ein bißchen erbauen will. Die Leute haben gutes schwarzes Zeug an und nehmen die Hüte ab und sehen auf den Sarg und halten sich ernst und andächtig, und niemand darf faule Witze machen, wie sonst im Leben. Das habe ich sehr gern, wenn sie endlich mal ein bißchen andächtig sind.« »Das Opiat ist vom Teufel, denn es schafft Dumpfsinn, Beharrung, Untätigkeit, knechtischen Stillstand ... «


»Russen fahren immer spazieren.«

»Ach ja, die Ironie! Hüten Sie sich vor der hier gedeihenden Ironie, Ingenieur! Hüten Sie sich überhaupt vor dieser geistigen Haltung! Wo sie nicht ein gerades und klassisches Mittel der Redekunst ist, dem gesunden Sinn keinen Augenblick mißverständlich, da wird sie zur Liederlichkeit, zum Hindernis der Zivilisation, zur unsauberen Liebelei mit dem Stillstand, dem Ungeist, dem Laster.«
»Krankheit und Verzweiflung [...] sind auch oft nur Formen der Liederlichkeit.«

Friedrich Hölderlin (1770 - 1842)

Des Morgens (1799)

Vom Thaue glänzt der Rasen; beweglicher
  Eilt schon die wache Quelle; die Buche neigt
    Ihr schwankes Haupt und im Geblätter
      Rauscht es und schimmert; und um die grauen

Gewölke streifen röthliche Flammen dort,
  Verkündende, sie wallen geräuschlos auf;
    Wie Fluthen am Gestade woogen
      Höher und höher die Wandelbaren.

Komm nun, o komm, und eile mir nicht zu schnell,
  Du goldner Tag, zum Gipfel des Himmels fort!
    Denn offener fliegt, vertrauter dir mein
      Auge, du Freudiger! zu, solange du

In deiner Schöne jugendlich blikst und noch
  Zu herrlich nicht, zu stolz mir geworden bist;
    Du möchtest immer eilen, könnt ich,
      Göttlicher Wanderer, mit dir! - doch lächelst

Des frohen Übermüthigen du, daß er
  Dir gleichen möchte; seegne mir lieber dann
    Mein sterblich Thun und heitre wieder,
      Gütiger! heute den stillen Pfad mir!


Johannes Brahms (1833 - 1897)

Ein Deutsches Requiem nach Worten der heiligen Schrift, op. 45 (1868)

I.

[Ziemlich langsam und mit Ausdruck. F-Dur, C]
Selig sind, die da Leid tragen,
denn sie sollen getröstet werden.

(Matthäus 5, 4)

Die mit Tränen säen,
werden mit Freuden ernten.
Sie gehen hin und weinen
und tragen edlen Samen,
und kommen mit Freuden
und bringen ihre Garben.

(Psalm 126, 5.6.)

II.

[Langsam, marschmäßig, b-Moll, 3/4]
Denn alles Fleisch, es ist wie Gras
und alle Herrlichkeit des Menschen
wie des Grases Blumen.
Das Gras ist verdorret
und die Blume abgefallen.

(1. Petrus 1, 24)

[Etwas bewegter. Ges-Dur, 3/4]
So seid nun geduldig, liebe Brüder,
bis auf die Zukunft des Herrn.
Siehe, ein Ackermann wartet
[23]
auf die köstliche Frucht der Erde

und ist geduldig darüber,
bis er empfahe den Morgenregen und Abendregen.
So seid geduldig.

(Jakobus 5, 7)

[Tempo I. b-Moll, 3/4]
Denn alles Fleisch, es ist wie Gras
und alle Herrlichkeit des Menschen
wie des Grases Blumen.
Das Gras ist verdorret
und die Blume abgefallen.

[Un poco sostenuto. B-Dur, C]
Aber des Herren Wort bleibet in Ewigkeit.

(1. Petrus 1, 24. 25)

[Allegro non troppo, B-Dur, C]
Die Erlöseten des Herrn werden wiederkommen,
und gen Zion kommen mit Jauchzen;
Freude, ewige Freude,
wird über ihrem Haupte sein;
Freude und Wonne werden sie ergreifen,
und Schmerz und Seufzen wird weg müssen.

(Jesaja 35, 10)

III.

[Andante moderato, d-Moll. C]
Herr, lehre doch mich,
daß ein Ende mit mir haben muß.
und mein Leben ein Ziel hat,
und ich davon muß.
Siehe, meine Tage sind
einer Hand breit vor Dir,
und mein Leben ist wie nichts vor Dir.

[24]

[(Andante moderato. d-Moll) 3/2]
Ach wie gar nichts sind alle Menschen,
die doch so sicher leben.
Sie gehen daher wie ein Schemen
und machen ihnen viel vergebliche Unruhe;
sie sammeln und wissen nicht,
wer es kriegen wird.
Nun Herr, wes soll ich mich trösten?

[(Andante moderato.) D-Dur (3/2)]
Ich hoffe auf Dich.

(Psalm 39, 5-8)

[(Andante moderato.) d-Moll, C]
Der Gerechten Seelen sind in Gottes Hand
und keine Qual rühret sie an.

(Weisheit Salomos 3, 1)

IV.

[Mäßig bewegt. Es-Dur, 3/4]
Wie lieblich sind Deine Wohnungen,
Herr Zebaoth!
Meine Seele verlanget und sehnet sich
nach den Vorhöfen des Herrn;
Mein Leib und Seele freuen sich
in dem lebendigen Gott.
Wohl denen, die in Deinem Hause wohnen,
die loben Dich immerdar.

(Psalm 84, 2.3.5)

V.

[Langsam. G-Dur, C]
Ihr habt nun Traurigkeit;
aber ich will euch wiedersehen,
und euer Herz soll sich freuen,
[25]
und eure Freude soll niemand von euch nehmen.


(Johannes 16, 22)

Ich will euch trösten,
wie einen seine Mutter tröstet.

(Jesaja 66, 13)

Sehet mich an: Ich habe eine kleine Zeit
Mühe und Arbeit gehabt
und habe großen Trost gefunden.

(Jesus Sirach 51, 35)

VI.

[Andante. c-Moll, C]
Denn wir haben hie keine bleibende Statt,
sondern die zukünftige suchen wir.

(Hebräer 13, 14)

Siehe, ich sage Euch ein Geheimnis:
Wir werden nicht alle entschlafen,
wir werden aber alle verwandelt werden;
und dasselbige plötzlich in einem Augenblick,
zu der Zeit der letzten Posaune.

[Vivace. c-Moll, 3/4]
Denn es wird die Posaune schallen
und die Toten werden auferstehen unverweslich;
und wir werden verwandelt werden.
Dann wird erfüllet werden das Wort,
das geschrieben steht.
Der Tod ist verschlungen in den Sieg.
Tod, wo ist dein Stachel?
Hölle, wo ist dein Sieg?

(1 Korinther 15, 51.52.54.55.)

[26]

[Allegro. C-Dur, C]
Herr, Du bist würdig
zu nehmen Preis und Ehre und Kraft,
denn Du hast alle Dinge erschaffen,
und durch Deinen Willen haben sie das Wesen
und sind geschaffen.

(Offenbarung Johannis 4, 11)

VII.

[Feierlich. F-Dur, C]
Selig sind die Toten,
die in dem Herrn sterben,
von nun an.
Ja, der Geist spricht,
daß sie ruhen von ihrer Arbeit;
denn ihre Werke folgen ihnen nach.

(Offenbarung Johannis 14, 13)




Montag, 15. Oktober 2018


Notizen Oktober 2018



Ernst Theodor Amadeus Hoffmann (1776 - 1822)


Die Elixiere des Teufels (1815/16)

Eines der Bücher, das ich in den vergangenen 30 Jahren mehrmals zu lesen begonnen habe - aber nie über die ersten Kapitel hinausgekommen bin.
Nun als Hörbuch in der wunderbaren Lesung von Peter Matic erneut begonnen und daher die etwas schleppend beginnenden Kapitel zu Anfang des Romans "überstanden"...danach sehr unterhaltsam, voll von wunderbaren Passagen und interessanten Bemerkungen z.B. zur Spielsucht oder zur "Galanterie":

"...ich fühle nur zu lebhaft, daß es nicht sowohl die Gefahr ist, durch bedeutenden Verlust in die übelste Lage zu geraten, welche dieses Spiel so verderblich macht, sondern vielmehr die Kühnheit, geradezu wie in offener Fehde es mit der geheimen Macht aufzunehmen, die aus dem Dunkel glänzend hervortritt und uns wie ein verführerisches Trugbild in eine Region verlockt, in der sie uns höhnend ergreift und zermalmt. Eben dieser Kampf mit jener Macht scheint das anziehende Wagestück zu sein, das der Mensch, seiner Kraft kindisch vertrauend, so gern unternimmt und das er, einmal begonnen, beständig, ja noch im Todeskampfe den Sieg hoffend, nicht mehr lassen kann. Daher kommt meines Bedünkens die wahnsinnige Leidenschaft der Pharospieler und die innere Zerrüttung des Geistes, die der bloße Geldverlust nicht nach sich zu ziehen vermag und die sie zerstört."

"[Galanterie]...ist die sonderbare Gabe, über nichts mit bedeutenden Worten zu schwatzen und so den Weibern ein gewisses Wohlbehagen zu erregen, von dem, wie es entstanden, sie sich selbst nicht Rechenschaft geben können. Daß diese höhere und eigentliche Galanterie sich nicht mit plumpen Schmeicheleien abgeben kann, fließt aus dem Gesagten, wiewohl in jenem interessanten Geschwätz, das wie ein Hymnus der Angebeteten erklingt, eben das gänzliche Eingehen in ihr Innerstes liegt, so daß ihr eignes Selbst ihnen klar zu werden scheint und sie sich in dem Reflex ihres eignen Ichs mit Wohlgefallen spiegeln."




Am Ende ließ mich das Werk dann doch mit zwiespältigen Gefühlen zurück...als Ganzes irgendwie "unstimmig", in Passagen geradezu langwierig - und teilweise von faszinierenden Traumsequenzen, scharfsinnigen Beobachtungen und überaus schönen Abschnitten.
Das Übersinnliche, die Schauerromantik kommt dann doch immer wieder etwas direkt und plump daher...




Bruder und Schwester Lenobel (2018)

wieder zurückgelegt...


Prosper Mérimée (1803 - 1870)

La Double Méprise (1833)


Eine großartige Erzählung - scharfsinnig, zynisch - von einem für diese Epoche außergewöhnlichen psychologischen Realismus. 



Johann Sebastian Bach (1685 - 1750)

Messe in h-Moll BWV 232 (1749)


z.B.: Gardiner 2015: https://www.youtube.com/watch?v=m7obnfrlP0s


Ludwig van Beethoven (1770 - 1827)

Missa Solemnis op. 123 (1823)


z.B. Karajan 1958: https://www.youtube.com/watch?v=3u1EduLH7L8



Giovanni Battista Pergolesi (1710 - 1736)
 

Adriano in Siria  (1734)
 

z.B. : auf Youtube:
1. Akt: https://www.youtube.com/watch?v=mlVxOibO9zw
2. Akt: https://www.youtube.com/watch?v=b8XochVhxyU
3. Akt: https://www.youtube.com/watch?v=FnIE-Fy8x64

Mir ist kein Libretto bekannt, das mehr Opern zugrundeliegt als dieses Libretto von Metastasio (1698 - 1782):

    1732: Antonio Caldara
    1733: Geminiano Giacomelli
    1734: Giovanni Battista Pergolesi, Adriano in Siria
    1734: Pietro Giuseppe Sandoni
    1735: Francesco Maria Veracini (adaptation of the libretto by Angelo Cori)
    1735: Riccardo Broschi
    1736: Egidio Duni
    1737: Giovanni Battista Ferrandini
    1737: José de Nebra, Adriano en Siria o Más gloria es triunfar de sí
    1737: Giovanni Porta
    1739: Giovanni Alberto Ristori
    1740: Baldassare Galuppi
    1740: Michele Caballone
    1740: Giovanni Battista Lampugnani
    1740: Antonio Giai
    1745: Giovanni Verocai, Die getreue Emirena Parthische Prinzeßin
    1745: Carl Heinrich Graun, Artabanus
    1746: Girolamo Abos
    1746: Paolo Scalabrini
    1747: Gaetano Latilla
    1747-48: Vincenzo Legrenzio Ciampi
    1750: Ignazio Fiorillo
    1750: Giovan Battista Pescetti
    1750: Antonio Gaetano Pampani
    1751: Andrea Adolfati
    1752: Giuseppe Scarlatti
    1752: Johann Adolph Hasse
    1752: Davide Perez
    1753: Michelangelo Valentini
    1753: Giuseppe Scolari
    1754: Nicola Conforto
    1755: Andrea Bernasconi
    1756: Rinaldo di Capua
    1757: Francesco Uttini
    1757: Francesco Brusa
    1758: Giovanni Battista Borghi
    1758: Baldassare Galuppi (second version)
    1760: Antonio Maria Mazzoni
    1762: Johann Gottfried Schwanenberger
    1762: Giuseppe Colla
    1763: Gregorio Sciroli
    1764: Marian Wimmer
    1765: Pietro Alessandro Guglielmi
    1765: Johann Christian Bach
    1768: Ignaz Holzbauer
    1768: Hieronymus Mango
    1769: Gian Francesco de Majo
    1769: Carlo Monza
    1770: Antonio Sacchini
    1770: Antonio Tozzi
    1773: Giacomo Insanguine
    1775: Gaetano Monti
    1776: Josef Mysliveček, Adriano in Siria
    1777: Pasquale Anfossi
    1778: Giuseppe Sarti
    1779: Felice Alessandri
    1781: Giacomo Rust
    1782: Luigi Cherubini
    1788: Jakob Friedrich Gauss, Hadrian in Syrien
    1789: Sebastiano Nasolini
    1798: Simon Mayr
    1799: Étienne Méhul, Adrien, libretto by François-Benoît Hoffman adapted from Metastasio
    1807: Joseph Weigl, Kaiser Hadrian
    1811: Vincento Migliorucci
    1813: Marcos Portugal
    1815: Giuseppe Farinelli
    1821: Pietro Airoldi
    1828: Saverio Mercadante





Seit Wochen trage ich die Idee zu einem Bild "Maria Magdalena triumphiert über Belphegor" in mir.
Daher habe ich mich u.a. mit folgenden Werken beschäftigt:

Compendium Maleficarum / Francesco Maria Guazzo (1608)

De operatione daemonum / Michael Psellos (~1050)

Pseudomaonarchia Daemonum / Johann Weyer (1577)

Testament des Salomon / apokryph (4. Jhdt)



Montag, 10. September 2018

Notizen September 2018



George Orwell (1903 - 1950)

Coming Up for Air (1939)

....abgeschlossen - ein überaus lesenswertes Werk mit faszinierenden Passage, obwohl das Werk als gesamtes dann am Ende dann doch auf unerklärliche Weise einen inkompletten Eindruck hinterlässt.



Joseph von Eichendorff (1788 - 1857)
Ahnung und Gegenwart (1812 / 1815 erschienen)

...erst nach etwa 10 Seiten bemerkt, dass ich diesen Roman schon gelesen habe...hintangestellt, da mich Coming Up for Air mehr beschäftigt hat.


 
Interviews with Francis Bacon (1810 - 1857)David Sylvester

...begonnen - faszinierend...nicht zuletzt, da Bacon einer der wenigen Maler der zweiten Hälfte des Zwanzigsten Jahrhunderts ist, die mich wirklich ergriffen und beeinflusst haben.




Jakob "Jaques" Offenbach (1819 - 1880)

Les contes d'Hoffmann (1881)

Synopsis: http://www.opera-guide.ch/opera.php?uilang=de&id=30#synopsis


Libretto: http://www.opera-guide.ch/opera.php?uilang=de&id=30#libretto

Noten und Audiodateinen: https://imslp.org/wiki/Les_Contes_d%27Hoffmann_(Offenbach,_Jacques)



Ludwig van Beethoven (1770 - 1827)

Klaviertrio D-Dur op. 70,1



  Erster Satz: Allegro vivace e con brio
  Zweiter Satz: Largo assai ed espressivo
  Dritter Satz: Presto


z.B.: https://www.youtube.com/watch?v=xquS0KXPjJo

https://imslp.org/wiki/Piano_Trio_in_D_major,_Op.70_No.1_(Beethoven,_Ludwig_van)



 


Voltaire (François-Marie Arouet) (1694 - 1778)

Zaire (1733), Mahomet (1743), Semiramis (1749)





Montag, 13. August 2018

Notizen August 2018



George Orwell (1903 - 1950)

Coming Up for Air (1939)

begonnen...



Joseph von Eichendorff (1788 - 1857)

Ahnung und Gegenwart (1812 / 1815 erschienen)

...parallel dazu begonnen

Alfred de Musset (1810 - 1857)
Rolla (1833)

erstmals darauf aufmerksam geworden: z.B.:

http://www.zeno.org/Literatur/M/Musset,+Alfred+de/Verserzählung/Rolla/Erster+Gesang







Clément Philibert Léo Delibes (1836 - 1891)

Lakmé (1883)


Libretto von Edmond Gondinetund Philippe Gille nach dem 1880 erschienenen Roman Rarahu ou Le Mariage de Loti von Pierre Loti.

z.B.: https://m.youtube.com/watch?v=AV7z5Q9CXKg&t=837s

Libretto: http://www.opera-guide.ch/opera.php?id=106&uilang=de



Glück im Unglück


Unglück im Glück ist eine der bekanntesten Parabeln aus dem Huainanzi (chin. 淮南子, dt. Meister von Huainan), 18. Kapitel (chin. 人間訓, Renjianxun, dt. In der Welt des Menschen[1]) aus dem 2. Jahrhundert v. Chr
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Glück_im_Unglück_–_Unglück_im_Glück

https://www.br.de/mediathek/podcast/mythen-michael-koehlmeier-erzaehlt-sagen-des-klassischen-altertums/529


Franz Liszt

Ce Qu'on Entend Sur La Montagne (Berg-Symphonie)


z.B.: Leipzig Gewandhaus, Kurt Masur.
https://m.youtube.com/watch?v=5G-OmiUPIN0


Victor Emanuel Bendix (1851 - 1926)

Symphony no. 2 in D major, op. 20 " Sommerklange fra Sydrusland"


z.B.: https://m.youtube.com/watch?v=xLXT3qgAn0k&list=OLAK5uy_k5YsJWaeHRckZVtGveSMLjjugfWqduSt4&index=1


Theodor von Schacht - Symphony in C-major (17??)
https://m.youtube.com/watch?t=426s&v=v_gJqsIoZQo


Brahms Hungarian Dance, no.1

https://m.youtube.com/watch?v=k9UwfYwv9sI&index=1&list=RDk9UwfYwv9sI


Brahms - 16 Waltzes Op. 39
https://m.youtube.com/watch?v=wZIG80RIflU


Debussy Masques
https://m.youtube.com/watch?v=s9cmc5NMJ2w


Debussy - Sonata for Flute, Viola and Harp
https://m.youtube.com/watch?v=mI-wlmMNU6c&index=5&list=LL30_O3Yc6SCEHZTynTdffUg



J. S. Bach

English Suite No.3 in G minor/sol mineur, BWV 808
https://m.youtube.com/watch?v=hoBhyujPHEA

Prélude (00:00)
Allemande (03:33)
Courante (06:35)
Sarabande (9:00)
Gavotte I - Gavotte II / La musette (18:33)
Gigue (21:37)

English Suite No.4 in F/Fa Majeur, BWV 809 

Prélude (25:04)
Allemande (30:17)
Courante (33:04)
Sarabande (34:47)
Menuet I - II (39:00)
Gigue (42:22)

English Suite No.6 in D minor/ré mineur, BWV 811

Prélude (46:21) Allemande (53:41) Courante (57:09) Sarabande (59:54) Double (1:04:12) Gavotte I - II (1:07:06) Gigue (1:11:08)

French Suite No.2 in C minor/ut mineur, BWV 813
Allemande (1:14:49) Courante (1:17:53) Sarabande (1:19:54) Air (1:23:06) Menuet I - II (1:24:41) Gigue (1:27:20)

French Suite No.4 in E flat/Mi bémol Majeur, BWV 815a
Praeludium (1:29:44) Allemande (1:31:28) Courante (1:33:59) Sarabande (1:35:55) Gavotte I - II (1:39:10) Menuet BWV 815 (1:43:34) Air (1:44:31) Gigue BWV 815 (1:46:45)

French Suite No.6 in E/Mi Majeur, BWV 817
Allemande (1:49:33) Courante (1:52:23) Sarabande (1:54:12) Gavotte (1:58:34) Polonaise (1:59:50) Menuet (2:01:47) Bourée (2:03:21) Gigue (2:04:36)

Toccata in D minor/ré mineur, BWV 913 (2:07:12)

Toccata in G/Sol Majeur, BWV 916 (2:19:52)

Fantasia in C minor/ut mineur, BWV 906 (2:27:14)

Italian Concerto in F/Fa Majeur, BWV 971
1.Allegro (2:31:47) 2.Andante (2:35:47) 3.Presto (2:40:55)

French Overture in B minor/Si mineur, BWV 831
Ouverture dans le style français / Französiche Ouvertüre Ouverture (2:45:16) Courante (3:00:43) Gavotte I - II (3:02:59) Passepied I - II (3:06:30) Sarabande (3:09:52) Bourée I - II (3:14:03) Gigue (3:16:56) Echo (3:19:09)